Newsletter Nr. 3 vom 27.07.2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Liebe Anwohnerinnen und Anwohner
Liebe Interessentinnen und Interessenten

Trotz Sommerhitze und Sommerferien – es hat sich in den letzten vier Wochen einiges bewegt:

  • Unsere Umfrage ist beendet. Stolze zwei Drittel unserer Unterstützerinnen und Unterstützer haben teilgenommen! Herzlichen Dank für Ihr Engagement.
  • Die Dienstabteilung für Verkehr hat uns für die geplanten Messungen einen Plan mit den konkreten Messstandorten und Zeitfenster (nach den Sommerferien) zugestellt – es handelt sich allerdings um einen Entwurf, wir hoffen, den definitiven Plan möglichst bald zu erhalten.
  • Am 10. August werden wir von Vertretern der Dienstabteilung für Verkehr und des Tiefbauamtes persönlich über die geplanten Messungen informiert. Lorenzo Käser, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Fluntern und wohnhaft an der Hadlaubstrasse, wird uns zu diesem Treffen begleiten.

Umfrage zur geplanten Velovorzugsroute (VVR)

Zuerst ganz herzlichen Dank, dass Sie so zahlreich an unserer Umfrage teilgenommen haben! Rund zwei Drittel der Personen (98), die sich bei uns eingetragen haben, haben mitgemacht und uns auch rege Kommentare zukommen lassen, die wir uns – ob positiv oder kritisch – zu Herzen nehmen!

Die Ergebnisse in Kürze

  • Die Antworten fanden sehr deutliche Mehrheiten.
  • Insgesamt äussert sich die Mehrheit der Teilnehmenden skeptisch bis ablehnend zur Velovorzugsroute VVR. Einige Teilnehmer können im Plan der Stadt Vorteile erkennen, da der motorisierte Durchgangsverkehr durch eine VVR eingedämmt werden könnte.
  • Auch deutlich äussern die Teilnehmenden ihr Bedürfnis nach mehr Information und nach Diskussionen mit den zuständigen Ämtern, aber auch direkt mit den Stadträtinnen Brander und Rykart.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auf auf dieser Website.

Einseitige Fragen?

Einige Kommentare kritisierten, dass unsere Fragen voreingenommen oder gar suggestiv waren. Und zwar «pro Auto» resp. «pro Parkplätze». Wir sind uns durchaus bewusst, dass auch an der Hadlaubstrasse Menschen wohnen, die bevorzugt ohne Auto mobil sind und eine VVR sehr begrüssen würden. Deshalb möchten wir hier noch einmal betonen:

Wir haben diese IG gegründet, um den Durchgangsverkehr durch die Hadlaubstrasse einzudämmen – notabene ohne Verlagerung in andere Quartierstrassen! Als IG haben wir keine einheitliche Meinung zur geplanten VVR – diese stand zu Beginn unserer Aktion auch nicht auf unserer Agenda. Mittlerweile haben sich die beiden Projekte aber untrennbar vermischt.

Bei der genaueren Beschäftigung mit den VVR-Projekten haben wir schnell bemerkt, dass die Umsetzung dieser Routen fast überall zu hitzigen Debatten, grossem lokalem Widerstand und zahlreichen Einsprachen führte. So sind knapp sechs Jahre nach der Abstimmung von den 13 geplanten Haupt-VVR deren sieben immer noch durch Einsprachen ganz oder teilweise blockiert.

Deshalb lancierten wir die Umfrage, in der tatsächlich die geplante VVR im Vordergrund stand. Und fragten damit auch alle Bedenken, die dagegen sprechen, ab.

Eindämmung Durchgangsverkehr: VVR bekämpfen oder VVR als Chance?

Das Thema «VVR» ist erst mit der Kontaktnahme durch die Stadt bei uns in den Fokus geraten. Grundsätzlich halten wir daran fest: Wir möchten den Durchgangsverkehr eindämmen.

Wir finden: Wenn sich jetzt durch die Planung einer VVR und der damit verbundenen Messungen eine Möglichkeit ergibt, den Durchgangsverkehr einzuschränken, sollten wir dies als Chance betrachten.

Bestärkt in dieser Haltung wurden wir auch durch die grosse Zustimmung in Frage 5: «Angenommen die VVR wird in der Variante ‹Verkehrsberuhigte Quartierstrasse mit weniger als 2'000 Autos pro Tag› und höchstens geringem Abbau der Blauzonen-Parkplätze umgesetzt, sehen Sie darin:» 62 % der Umfrage-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer sehen Vorteile gegenüber dem Zustand heute.

Bedenken zur VVR

Wie wir dann mit dem konkreten Projekt VVR Hadlaubstrasse umgehen werden, ist eine noch offene Frage. Sobald das Projekt VVR konkreter wird, müssten wir dies wohl als neues Projekt betrachten. Bis dahin werden wir bestimmt die vielfach geäusserten Bedenken bezüglich Sicherheit und befürchteter Konflikte mit den Velofahrerinnen und -fahrern, die uns geschickt wurden, der Stadt weitergeben und auf geeignete Massnahmen pochen. Zu dieser ganzen Frage werden wir Sie zu gegebenem Zeitpunkt wieder konsultieren.

Denn dass die Sorgen nicht ganz unberechtigt sind, zeigen verschiedene in den vergangenen Wochen publizierten Artikel, wir haben sie auf unserer Website aufgeschaltet. Zur Links-Seite

Treffen mit Vertretern der Stadt

Am 10. August werden wir von Vertretern der Dienstabteilung für Verkehr und des Tiefbauamtes persönlich über die geplanten Messungen informiert. Wir werden bei dieser Gelegenheit auch Ihre Vorschläge, die Sie uns geschickt haben (zum Beispiel Standorte von Geschwindigkeitsmessungen, Massnahmen z.B. am Rigiplatz oder an der Langensteinenstrasse, Einbahnregime und viele andere Vorschläge mehr) einbringen.

Im Austausch mit der Dienstabteilung für Verkehr haben wir das Erhebungskonzept für die Velovorzugsrouten erhalten. Sie finden den Entwurf zu diesem Konzept mit den Erläuterungen auf dieser Website (PDF).

Gerne teilen wir mit Ihnen unsere erste Beurteilung dieses Konzepts:

  • Wir beurteilen positiv, dass nicht nur die Hadlaubstrasse, sondern auch die Parallelstrassen weiter oben (Restelberg-, Freudenberg-, Susenbergstrasse und Gloriastrasse) einbezogen werden.
  • Für die Geschwindigkeitsmessungen würden wir folgende Abschnitte eingeben (dies unter Berücksichtigung Ihrer Rückmeldungen): Abschnitt Hadlaubstrasse 20-28, 94-110 und Germaniastrasse 3-9)
  • Das Messgerät bei Hadlaubstrasse 150 dient nicht nur der Erfassung der Geschwindigkeit, sondern erfasst vor allem die Verkehrsmenge. Dazu schreibt die Dienstabteilung für Verkehr:
    «Bei den Messstellen, die noch vor den Sommerferien erfolgen sollen, geht es uns in erster Linie um die Verkehrsmengen. Die Messstation vor dem Haus (Hadlaubstrasse) Nr. 150 dient dabei als verlässliche Stelle, da dort der Durchgangsverkehr in beide Richtungen zwingend durchfährt.
    Für die Messung im gesamten Gebiet nehmen wir gerne noch weitere «grüne» Messgeräte hinzu, um Geschwindigkeit und Verkehrsmenge an verschiedenen Orten der Hadlaubstrasse und allenfalls anderen Stellen zu erfassen».

Selbstverständlich werden wir Sie im nächsten Newsletter über dieses Treffen informieren.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Bis bald und mit herzlichen Grüssen
Für die IG Hadlaubstrasse
Andrea König, Christian Nötzli und Hildegard Widmer